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Geschichte des Warschauer Königsschlosses

Die Geschichte des Schlosses ist eng mit Warschauer Geschichte verbunden. Der Bau vom ersten Festungsobjekt fiel mit dem Bau der Stadt, was seinen Anfang im Ende des 13. Jahrhunderts nahm. Das erste befestigte und zum System der Stadtschutzmauer gezählte Objekt entstand aus Holz und war durch Dämme aus Erdboden verstärkt. Damals war es das Besitztum von masowischen Fürsten und gehörte zu den Brüdern Konrad I und Bolesław II. Im Jahre 1340 verwandelte sich Warschau in ein wichtiges Zentrum der fürstlichen Macht und das Schloss wurde nicht nur der Ort zum Wohnen des Fürsten und seines Gefolges als auch das Objekt, hinter seiner Mauern sich feierliche Empfänge und Gerichtssitzungen stattfanden. In dieser Zeit entstand im Gebiet der Festung das erste Steingebäude – Grodzka-Turm, der nach dem Modell des Kreuzritterturm in Chełmno gebaut wurde.

Der erste Gast des Schlosses war der König Władysław II Jagiełło, der im Frühling 1426, während der Reise von Kazimierz (der Teil von Krakau, der zum I. Standteil – Alte Stadt gehörte) nach Płock, einige Tage in Warschau blieb. Damals war er nur der Gast von dem Fürsten Janusz I Starszy (Mazowiecki), dessen Länder zur Königlichen Republik nicht gehörten. Im Laufe der Jahre, 1526 war Warschau unter der Herrschaft der Dynastie Jagiellonen, weil der letzte Vertreter aus dem masowischen Stamm, der junge Fürst Janusz III starb und keine Nachkommen hinterließ. Im Jahre 1529 berief der König Zygmunt I im Schloss den ersten Sejm ein, um das königliche Recht zu Länder vom Herzogtum Masovien zu bestätigen, das schließlich zur Königlichen Republik gezählt wurde.

Auf diese Weise begann neue Epoche in der Geschichte des Schlosses, das nicht lange darauf nicht nur die Königsresidenz als auch der Ort zu Sitzungen des Sejms wurde. Der erste wichtige Umbau des Besitztums von masowischen Fürsten trat unter der Regierung von Zygmunt II August im Jahre 1569 ein, als viele neue Gebäude im Warschauer Königsschloss unter Leitung des italienischen Architekten Giovanni Battista di Quadro aus Lugano entstanden. Der Tod des Königs im Jahre 1572 stellte die mit der Schlossmodifizierung verbundenen breiten Arbeiten ein und sie wurden erst im Jahre 1596 fortgesetzt, als Zygmunt III Waza Warschau den Titel der Hauptstadt vergab. Nachhaltige Arbeiten, die mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung des Objekts verbunden waren, waren von bekannten italienischen Architekten: Paolo de la Corte, Giovanni Trevano, Matteo Castello und anderen durchgeführt. Die Luxuszimmer, Paradesäle, Säle, die für staatliche Empfänge bestimmt waren, Thronsaal, Kammer, die für Sejmsitzungen bestimmt war, und viele anderen Schlossräumen schmückte man reich mit Stuckatur, Goldverzierungen, Marmorelementen und Plafonden.

Herrschaft von Władysław IV in Jahren 1630-40 war die Glanzzeit für das Warschauer Königsschloss. Der König, der ein Kunstliebhaber und mit italienischer Oper bezaubernd war, beschloss das Gebäude in ein Zentrum des Theaterlebens des Landes umzuwandeln. Im Jahre 1637 entstand das Theater im südlichen Schlossflügel, das im Barockstil eingerichtet wurde. Leider wurde die Festungspracht während der Schwedischen Sintflut (1655-56) und Dreikronenkriegs stark angegriffen, als die Aggressoren, ungeachtet der Vernichtungen, auch wertvolle Kunstkollektionen, historische Gobelins, Möbel und Buchsammlungen aus der Königsbibliothek ausführten.

Einige polnische Monarchen versuchten das hervorragende historische Gebäude wiederaufzubauen aber die größten Leistungen in dieser Beziehung hatte Stanisław August Poniatowski, der letzte polnische Monarch. In Zeiten seiner Herrschaft traten einigen Umbauten ein, entstand ein neuer Flügel im klassizistischen Stil, die Königsbibliothek, der Rittersaal, Marmorsaal und Königsgemächer. Nach dem Zurücktreten des Königs vom Thron und Aufteilung Polens zwischen Preußen und Russland verlor das Königsschloss an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert befanden sich im Schloss nicht nur unterschiedliche Staatsämter als auch Büros.

Nach Erlangung der Unabhängigkeit durch Polen wurde das Schloss im Jahre 1918 restauriert und erfüllte die Funktion der Residenz vom Präsidenten Ignacy Mościcki und war der Sitz der Direktion von Staatlicher Kunstsammlung. Am Anfang des II. Weltkrieges erlitten die Mauern des Königsschlosses als Folge vom Bombardement Warschau aber die Mitarbeiter des Nationalmuseums Warschau, unter der Leitung des Professors Stanisław Lorentz und setzend sein Leben aufs Spiel, waren imstande, manche wertvolle Exponate und Ausstattungselemente des Schlosses zu bewahren. Im Jahre 1944 zerstörten hitlerische Soldaten Polens Hauptstadt und führten in den Ruin viele hervorragenden und wertvollen historischen Objekte. Um das Warschauer Königsschloss in die Luft zu sprengen, benutzte man 10 Tausend Bomben.

Eine Zeitlang war an seinem Platz nichts und die Gewalten wollten hier Regierungsgebäude unterbringen. Zum Glück verzichtet der Sejm auf diese Pläne im Jahre 1971 und beschloss, das Warschauer Königsschloss wiederaufzubauen. Bis 1980 wurden finanzielle Mittel zum Wiederaufbau des Objekts aus Nationalspenden erworben. Im Jahre 1984 stellte man den Teil seiner restaurierten Räumen zur Verfügung und Besichtigung zum ersten Mal aber der Aufbau der Festung dauerte schon viele Jahre lang und umfasste nicht nur den Komplex von Schlossgebäuden als auch das Gelände von Gärten, Gartenterrassen (bekannt auch als Kubicki-Arkaden).